Schlagzeilen des Jahres

Seit 2010 gibt es einen Preis für die besten Zeitungsschlagzeilen des Jahres. Ausgerufen hat den Wettbewerb der Verein Deutsche Sprache e.V. (VDS) - siehe auch diesen Verweis.

 

Ähnlich wie bei den "Unwörtern des Jahres", die seit 1991 prämiert werden, kann man die Schlagzeilen nur aus ihrem Kontext verstehen - aufmerksame Zeitgenossen verstehen Sie deshalb meist sofort. Mit zeitlichem Abstand oder aus dem Ausland wird das schwieriger. Egal. Ich liste hier mal ein paar Beispiele auf:

2014

 

Die ersten drei Plätze belegten:

  • Fluchhafen Berlin (Frankfurter Allgemeine Zeitung) - nimmt Bezug auf die jahrelange Verzögerung der Eröffnung des neuen Flughafens Berlin Schönefeld (BER).
  • IBAN, die Schreckliche (Hannoversche Allgemeine Zeitung) - nimmt Bezug auf die Einführung der neuen, einfach nicht zu merkenden langen Kontonummern.
  • Gasputin (Süddeutsche Zeitung) - ein Bericht über den Gazprom-Chef Alexei Miller.

Weitere Favoriten waren u.a.:

  • Pfusch am Bauch (Süddeutsche Zeitung) - ein Bericht über Schönheitsoperationen.
  • Gesichtsverlust (Süddeutsche Zeitung) - über Vollverschleierung.
  • Ein Neuling im Strafraum - über den zu einer Haftstrafe verurteilten Bayern-Präsident Uli Hoeneß.

 

2013

  • Yes we scan (BILD) - über die Abhörpraktiken der Obama-Regierung.
  • Wir gegen uns (BILD) - Champions League Finale in London zwischen Bayern München und Borussia Dortmund.
  • Durch Flachschulreife mehr Gerechtigkeit (Frankfurter Allgemeine Zeitung) - zur Lage der deutschen Universitäten

 

Sieger 2010-12:

  • Krieger: Denk mal (Die Zeit)
  • Brüderle bei Ehrlichkeit ertappt (taz)
  • Politik. Macht. Einsam (Stern) - über Gregor Gysi.

Aktuelles

Herrliches YouTubeVideo: How beautiful German sounds compared to other languages

Neu:

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Der Autor, Stefan v. Senger