Deutschlands beste Imbissbuden

Wir landen in einer Stadt fern von zu Hause und haben Hunger.  Zur Auswahl stehen eine Glutamatüberdosis beim Chinesen am Hauptbahnhof, regenwaldkillende Fleischklopse an den Ausfallstraßen bei M.C.Donalds oder eben die Imbissbuden, die nur die einheimischen Kenner aufsuchen.

 

Wie gerne hätte man jetzt ein "location based serivice" auf seinem iPod oder im Navi, der einen genau dorthin führt.  "Is´ aber neese", wie der Berliner sagt.  Welche Insider-Imbissbude hat schon das Geld, sich da lokalisieren zu lassen?

 

Fragen Sie also "Wundersames Deutschland"!

 

Auf dieser Seite entsteht ab sofort ein kleines, vollkommen subjektives Kompendium von Deutschlands besten Imbissbuden.  Nur 2-3 pro Stadt.  Sicher gibt es in den meisten Städten mehr, aber wir wollen uns ja auch nicht überfordern. Wir beginnen mit Berlin.  Ich hoffe, ihr verratet mir bald eure Tips in anderen Städten:

 

Berlin

  • Konnopoke´s Imbiss, Schönhauser Allee 44a, 10435 Berlin-Prenzlauer Berg, U-Bahn Eberswalderstraße (der Klassiker im neuen Osten der Stadt, direkt unter der Hochbahn gelegen, beliebt bei polnischen Bauerabeitern, schwedischen Models und texanischen Cowboys)
  • Curry 36, Mehringdamm 36, 10961 Berlin-Kreuzberg, U-Bahn Mehringdamm (der Klassiker im alten westberliner Multi-Kultiviertel, hat bis 5 Uhr morgens auf, um so richtig Kohldampf auf die Currywurst zu bekommen, solltet ihr die kurze Diashow auf deren Webseite sehen!)
  • Haseneck am Savignyplatz, Savignyplatz, 10623 Berlin: So muss sie schmecken, die Berliner Currywurst. Und das Haseneck ist ein wunderhübsches kleines Kiosk, wie aus Kaisers Zeiten. Das schönste an dem allem: Der Savignyplatz gehört zu den hübschesten kleinen Plätzen Berlins und die ganze Gegend ist nicht so (touristisch) überlaufen wie Mitte oder Kreuzberg.

 

Für Berlin muss man noch eine Warnung aussprechen: Fast alle Tourismus- oder Kulinarikführer erwähnen das Kudamm 195 als "typische" Berliner Currybude. Abgesehen davon, dass man die Leute nur beglückwünschen kann, es geschafft zu haben, überhaupt eine Currybude an dem Nobelboulevard zu halten, und dass der Schuppen Tag und Nach auf hat, muss man sagen, dass die Currywurst dort schrecklich schmeckt. Genau die künstliche, nach Plastik schmeckende Soße, die ein solcher Leckerbissen in Berlin nicht haben darf!

 

Wer weit weg wohnt und Heimweh nach der Berliner Currywurst hat, kann sie sich jetzt auch per Internet bestellen, bei Currywurst Country www.currywurst-berlin.com - kostet, eingeschweißt und versandt, läppische 9 € und der Mindestbestellwert ist 40 €!

 

Bochum (der Tip kam von Steffen Schütz, schuetzbrandcom medienagentur/Berlin. Danke!)

  • "...direkt auf der Kneipenmeile eine Bude, die mir Freunde als beste Currywurstbude der Welt präsentierten: Das Dönninghaus oder auch Bratwursthaus."

 

...noch in der Recherche:

 

Dresden, Frankfurt am Main, Hamburg, Köln, Leipzig, München usw.

 

Bevor ich da selbst fündig werde, empfehle ich ein wunderbares anderes Buch:  den "Fritten-Humboldt"* vom TV-Imbisswirt Jens Flemming Olsen.  Der hat aus über 350 Hinweisen aus ganz Deutschland eine Zusammenstellung der besten 16 Schnellgastronomen gemacht.  Er selbst sagt darüber:

 

"Es war nicht leicht, diese enorme Zahl auf genau sechzehn Imbisse einzudampfen, aber sechzehn – so mein Plan – sollten es sein: Genau einer in jedem Bundesland. Inzwischen liegt meine Reise hinter mir. Einen ganzen Berg an Geschichten, Erlebnissen und Beobachtungen aus dem Reich der Currywurst habe ich mitgebracht, und der Fritten-Humboldt ist eine emotionale Achterbahnfahrt durch Deutschland geworden. Ein Buch über die Menschen vor und hinter dem Tresen, in Ost und West – im Kaff und in der Metropole."

 

*Den Hinweis auf den Fritten-Humboldt verdanke ich Andreas Weigt aus Berlin.

Aktuelles

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Das Buch ist zu bestellen im Buchhandel und z.B. bei www.buecher.de, www.amazon.de oder www.hugendubel.de!
In Berlin auch direkt im Handel zu kaufen bei der Tucholsky-Buchhandlung, Mitte (Tel.: 030-2757 7663).

Der Autor, Stefan v. Senger