Wundersames Deutschland

Leseprobe aus dem "Vorwort"

Gewöhnlich wird ein Land anhand seiner erdkundlichen Gegebenheiten beschrieben, anhand seiner politischen Verfaßtheit, seiner wirtschaftlichen Daten oder auch seines Bildungssystems.  Tourismusführer beschreiben die Sehenswürdigkeiten und geben praktische Hinweise, wie man zum Beispiel eine Zugkarte kauft oder welche Nummer der Notruf hat, selbst ein wenig Landesgeschichte ist dabei und eine Beschreibung mancher Sitten und Gebräuche. 

Das ist alles schon sehr schön und dem Landesunkundigen (wozu immer auch viele Inländer gehören) zum vertrauensvollen Studium unbedingt anzuempfehlen.  Jedoch fehlt da etwas.  Ein Land fühlt sich in einer bestimmten Art und Weise an, die in keiner dieser Erklärungsversuche ausreichend zur Geltung kommt.  Zum Beispiel riecht ein Land oder eine Gegend immer auf eine bestimmte Art und Weise, die man viel weniger vergißt, als alle geschichtlichen Daten, die man als Studiosus in sich aufnimmt.  Das Licht, die Farben spielen eine Rolle.  Selbstverständlich ist das Essen einer der wichtigsten Unterscheidungsfaktoren, daran ändern auch McDonalds auf dem Roten Platz oder Kentucky Fried Chicken in der Verbotenen Stadt nichts.  Ein Land klingt auf eine bestimmte Weise, wie es auch Städte tun.  Und viel mehr als durch den Charakter seiner wichtigsten Sehenswürdigkeiten wirkt ein Land auf den Betrachter durch die Form seiner Bordsteine und Häusereingänge, die Gestaltung seiner Straßenmöbel und U-Bahnhöfe, den Schnitt der Uniformen seiner Polizisten und Busfahrer.

Aktuelles

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Der Autor, Stefan v. Senger